Matratzen Test 2016

Matratzen spielen eine grundlegende Rolle für die Gesundheit des menschlichen Skeletts. Umso wichtiger ist es, für die nächsten acht bis zehn Jahre den perfekten Begleiter für die Schlafphase zu finden. Nur so profitiert die Wirbelsäule von den Eigenschaften der gewählten Matratze. Mithilfe vom Matratzen Test 2016 soll die Wahl der richtigen Matratze erleichtert werden.

Matratzentypen im Test 2016

Kaltschaummatratze

Kaltschaummatratzen bestehen aus einem Kaltschaumkern und einem Bezug und besitzen damit – im Vergleich zu anderen Matratzentypen – einen einfachen Aufbau. Daraus resultiert auch ein geringes Gewicht, wodurch sich Kaltschaummatratzen einfacher handeln lassen.

Kaltschaummatratzen sind vor allem für ihre hohe Punktelastizität und den Schlafkomfort bekannt. Durch die Eigenschaften von Kaltschaum und den Liegezonen bieten sie eine hohe punktgenaue Anpassung der Matratze an den Körper und eignen sich für alle Schlaftypen, unruhige Schläfer und Menschen, die leicht frieren.

Schulter und Hüfte können durch den Kaltschaum weich einsinken, während der restliche Körper gestützt wird. Auf diese Weise behält die Wirbelsäule ihre natürliche Form. Bandscheiben und Wirbelsäule können sich während der Nachtruhe entspannen und regenerieren und die unliebsamen Rücken- und Nackenschmerzen bleiben aus.

Matratzen aus Kaltschaum gelten als sehr hygienisch und sind daher für Allergiker geeignet. Durch den waschbaren Bezug werden Allergene und Hausstaubmilben aus der Matratze entfernt und der Allergiker während der Nachtruhe entlastet.

Kaltschaummatratzen sind leicht entflammbar. Bereits bei Temperaturen höher 400 °C kann die Matratze in Flammen aufgehen. Das Risiko kann durch einen schwer entflammbaren Bezug reduziert werden.

Da Kaltschaummatratzen keinen Kern besitzen, benötigen sie zur Stabilisierung einen Lattenrost mit Federung. Durch den gefederten Lattenrost wird die Matratze und damit auch die Wirbelsäule stabilisiert. Der Schlafkomfort erhöht sich.

Vorteile von Kaltschaummatratzen

  • hervorragende Luftzirkulation durch offenporige Schaumstruktur, Luftkammern und Belüftungskanälen
  • hohe Punktelastizität durch Materialeigenschaften und Liegezonen
  • waschbarer Bezug bei Temperaturen von 40 °C und 60 °C mit der Waschmaschine
  • für alle Schlaftypen geeignet

Nachteile von Kaltschaummatratzen

  • leicht entflammbar durch Materialeigenschaften -> nicht entflammbaren Bezug einsetzen
  • Lattenrost mit Federung zur Stabilisierung der Matratze notwendig

Casper Matratze im Test bei Youtube

Federkernmatratze

Federkernmatratzen sind durch ihren Aufbau und den Eigenschaften besonders für Menschen mit einem höheren Körpergewicht, Menschen, die schnell schwitzen und vor allem für Bauch- und Rückenschläfer geeignet.

Durch den Aufbau aus Stahlfedern besitzen Federkernmatratzen ein sehr gutes Raumklima. Luft und Temperatur können gut reguliert und damit ein gesundes Schlafklima geschaffen werden. Auch die Feuchtigkeit, die beim Schlafen entsteht, wird optimal abgeleitet.

Auch Menschen, die etwas mehr auf die Waage bringen, profitieren von der Stabilität des Stahlfederkerns. Der Körper sinkt nicht so tief ein, wie beispielsweise bei einer Kaltschaummatratze. Rücken- und Bauchschläfer werden ebenfalls durch die Stahlfedern der Federkernmatratzen gestützt.

Federkernmatratzen sind relativ einfach aufgebaut. Sie bestehen aus einem Bezug, einem Vlies und Stahlfedern. Der Aufbau kann in Abhängigkeit vom Typ der Federkernmatratzen variieren. So sind beispielsweise die Stahlfeder von Bonnellfederkern- und Taschenfederkernmatratzen noch zusätzlich in sogenannten Taschen verpackt oder besitzen eine andere Form (z. B. taillierte Stahlfedern in der Bonnellfederkernmatratze).

Obwohl Federkernmatratzen eine hohe Stabilität und Lebensdauer mitbringen, besitzen sie einen entscheidenden Nachteil: Sie besitzen kaum Punktelastizität und passen sich nur schlecht dem Körper an.

Die Wertigkeit spielt bei Federkernmatratzen ebenfalls eine große Rolle. Je geringer die Qualität der Stahlfedern ist, umso größer ist das Risiko einer Kuhlenbildung. Federkernmatratzen sollten daher dringend hochwertig sein, um eine lange Lebensdauer und einen guten Schlafkomfort zu bieten.

Vorteile von Federkernmatratzen

  • gesunde Körperhaltung durch den stabilen Kern aus Stahlfedern
  • lange Lebensdauer durch Robustheit der Stahlfedern
  • angenehmes Raumklima durch gute Luftzirkulation

Nachteile von Federkernmatratzen

  • geringe bzw. keine Punktelastizität
  • nach längerer Zeit Kuhlenbildung bei geringwertigen Matratzen

Latexmatratze

Latexmatratzen bestehen aus natürlichem oder synthetischen Kautschuk und eignen sich aufgrund ihrer hygienischen Eigenschaften sehr gut für Allergiker. Das Material ist resistent gegenüber Bakterien und lässt sich zudem leicht reinigen. Auch Bauch- und Seitenschläfer schlafen durch das weiche Liegegefühl auf einer Latexmatratze komfortabel.

Da sich Latexmatratzen hervorragend an die Körperpartien anpassen, wird die Wirbelsäule sehr gut entlastet. Die natürliche S-Form der Wirbelsäule bleibt auf diese Weise erhalten und der Rücken wird entspannt. Wer bereits unter Rückenschmerzen leidet, findet in der Latexmatratze eine gesunde Unterlage.

Latex speichert sehr gut die Körperwärme. Wer nachts viel schwitzt, sollte daher lieber auf die Verwendung von Latexmatratzen verzichten. Für Schläfer, die leicht im Schlaf frieren, sind Latexmatratzen jedoch eine ideale Unterlage. Durch die Wärmeisolierung bekommen Frostbeulen ein warmes und gemütliches Bett.

Latexmatratzen bestehen aus drei Bestandteilen. Der Hauptbestandteil ist der Latexkern aus synthetischen oder natürlichen Kautschuk. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, welche Art von Kautschuk in der Matratze verwendet werden. Steht keine Bezeichnung auf der Matratze, muss von synthetischen Kautschuk ausgegangen werden.

Der Bezug besteht aus Schafschur- oder Baumwolle bzw. Lyocell. Durch diese Materialauswahl wird die Feuchtigkeit, hervorragend absorbiert und das Schlafklima erhöht. Ein Baumwolltrikot zwischen Latexkern und Bezug verstärkt die Feuchtigkeit regulierenden Eigenschaften von Latexmatratzen.

Vorteile von Latexmatratzen

  • hohe Punktelastizität und damit extreme Rückenfreundlichkeit
  • für Allergiker geeignet durch waschbaren Bezug und abwischbaren Latexkern
  • geeignet für alle Schlaftypen durch sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten

Nachteile von Latexmatratzen

  • hohes Gewicht durch Materialeigenschaften
  • häufig Eigengeruch durch das Material

Visco Matratze

Visco Matratzen sind die perfekten Matratzen für all jene, die ein weiches Liegegefühl bevorzugen. Durch die Zusammensetzung aus Foam Memory, Matratzenkern und Beschichtung bietet Visco Matratzen ein absolutes entspanntes Schlafen.

Die Schicht aus Foam Memory garantiert eine optimale Anpassung und sorgt für ein fast schwebendes Liegegefühl. Der Matratzenkern hingegen verhindert ein Versinken in der Matratze. Da Viskose sehr empfindlich auf Wärme und Druck reagiert, ist eine Stütze – vorzugsweise aus Kaltschaum – empfehlenswert. Durch diese Stütze erhält die Visco Matratze ihren Halt. Eine Viskoseschicht um den Matratzenkern entlastet weiter den Druck.

Visco Matratzen eignen sich sehr gut für Menschen, die bereits mit orthopädischen Problemen zu kämpfen haben. Durch die Sensibilität von Viskose auf Wärme kann der Körper sehr gut in die Matratze einsinken, ohne Stützverlust der anderen Körperteile.

Auch Allergiker sind mit einer Visco Matratze gut beraten. Viskose besitzt äußerst hygienische Eigenschaften und eignet sich daher gut für Allergiker. Hausstaub und Milben haben hier kaum eine Angriffsfläche. Der waschbare Bezug entfernt zusätzlich Allergene und Hausstaub.

Im Gegensatz zu anderen Matratzentypen eignen sich Visco Matratzen für alle Schlaftypen. Durch die Eigenschaften von Viskose bleibt der Schlafkomfort bei allen Schlafpositionen bestehen.

Da Visco Matratzen sehr weich sind, werden sie von Schläfern bevorzugt, die gern auf weicheren Unterlagen nächtigen. Ein Probeliegen ist bei diesen Matratzen in jedem Fall ratsam.

Vorteile der Visco Matratzen

  • weiches Liegegefühl durch Materialeigenschaft
  • für Allergiker geeignet durch hygienische Eigenschaften
  • für alle Schlaftypen geeignet
  • Entlastung bei orthopädischen Problemen
  • anpassungsfähig
  • geräuscharm

Nachteile der Visco Matratzen

  • zu hohe Wärmeentwicklung durch Wärmeisolierung
  • kann Bewegungsfreiheit einschränken

Taschenfederkernmatratze Test

Taschenfederkernmatratzen gehören zu den Federkernmatratzen, sind allerdings hochwertiger, als normale Federkernmatratzen. Sie besitzen mehrere hundert Stahlfedern, die in unterschiedlicher Menge und Stärke die Taschenfederkernmatratze in Liegezonen einteilt. Das ermöglicht eine punktgenaue Anpassung der Taschenfederkernmatratze an den Körper und bietet damit einen höheren Liegekomfort.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Federkernmatratzen sind bei Taschenfederkernmatratzen die Stahlfedern in Stoffsäckchen eingenäht. Auf diese Weise wird das quietschende und metallische Geräusch, das Stahlfedern mitbringen, verhindert.  Taschenfederkernmatratzen eignen sich daher für unruhige Schläfer.

Taschenfederkernmatratzen eignen sich für alle Schlafpositionen. Die Stahlfedern passen sich bei jeder Änderung der Schlafposition dem Körper an und bieten unabhängig von der Liegehaltung einen optimalen Halt für die Wirbelsäule.

Einschränkungen beim Körpergewicht gibt es bei Taschenfederkernmatratzen nicht. Aufgrund der hohen Robustheit und Stabilität der Stahlfedern halten Taschenfederkernmatratzen allen Körpergewichten stand.

Auch Personen, die nachts leicht schwitzen, sind mit Taschenfederkernmatratzen sehr gut beraten. Eine sehr gute Feuchtigkeits- und Temperaturregulierung beugen einem Wärmestau und einer Feuchtigkeitsansammlung vor und vermeidet damit Schimmelbildung. Taschenfederkernmatratzen sind daher nicht für Personen geeignet, die nachts leicht frieren.

Darüber hinaus sind Taschenfederkernmatratzen für verstellbare und einfache Lattenroste geeignet. Durch die Stahlfedern sind Taschenfederkernmatratzen bereits eine stabile Unterlage und müssen nicht zusätzlich gestützt werden. Allerdings weisen Taschenfederkernmatratzen durch die Stahlfedern ein hohes Eigengewicht auf und sind dadurch schwer zu handeln.

 

Vorteile von Taschenfederkernmatratzen:

  • hochwertiger als Federkernmatratzen
  • stützt ohne verstellbaren Lattenrost
  • eignet sich für einfache und verstellbare Lattenroste
  • geräuscharme Matratze
  • sehr stabil
  • hoher Liegekomfort
  • angenehmes Schlafklima
  • sehr gute Körperanpassung

Nachteile von Taschenfederkernmatratzen

  • sehr hohes Eigengewicht

Matratzen Test im Test 2016 – unsere Testsieger

Nicht immer ist es möglich, eine Matratze Probe zu liegen. Das mag im normalen Einzelhandel möglich sein, ist bei einem Kauf über einen Online-Shop kaum machbar. Zwar bieten einige Hersteller und Online-Händler die Möglichkeit, Matratzen für 100 Tage oder weniger kostenlos Probe zu liegen. Die Regel ist das aber nicht.

Darüber hinaus ist der Markt an Matratzen inzwischen riesig. Für Laien ist es dementsprechend schwer, die richtige Matratzenart und Matratze zu finden.

Ein Matratzen Test schafft hier schnell Abhilfe. Das muss nicht immer ein Matratzen Test von Stiftung Warentest sein. Auch einige Hersteller, Blogbetreiber und Online-Händler testen regelmäßig Matratzen auf ihre Qualität, Umweltfreundlichkeit und Gesundheitsverträglichkeit.

In einem Matratzen Test durch Stiftung Warentest werden vor allem:

  • die Härte laut Anbieter
  • der Preis
  • die Liegeeigenschaften (Möglichkeiten der Schlafposition, Druckverteilung, Lageänderungswiderstand, Komforteigenschaften)
  • das Schlafklima
  • die Haltbarkeit (z. B. Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur)
  • der Bezug (Waschbarkeit, Verarbeitung, Beeinträchtigung durch Feuchtigkeit)
  • Gesundheit und Umwelt (Geruchsbelästigung, Schadstoffe, Raumluftbelastung, Entsorgung)
  • die Handhabung
  • Deklaration und Werbung
  • die Ausstattung (Bezug waschbar oder nicht, Bezugstoff, Matratzentyp laut Anbieter, Höhe und Gewicht)

getestet.

Matratzen Tests durch Blogbetreiber, Hersteller und Online-Händler sind kundenorientierter und beschränken sich auf wesentliche Dinge wie Liegeeigenschaften, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit, Schlafklima, Härte und Haltbarkeit.

Worauf beim Matratzenkauf achten?

Um beim Matratzenkauf keinen Reinfall zu erleben, sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

Härtegrad

Der Härtegrad ist entscheidend für den Schlafkomfort und der orthopädischen Lagerung der Wirbelsäule. Eine zu weiche oder feste Matratze kann den Schlafkomfort und auch die Gesundheit erheblich einschränken.

Es existieren fünf verschiedene Härtegrade. Härtegrad 1 (H1) steht für eine weiche Matratze und ist für leichte Personen bis zu einem Körpergewicht von 60 kg geeignet. Härtegrad 2 ist der meist verkaufte Härtegrad und gilt als mittelweich. Er eignet sich für Personen mit einem Gewicht bis zu 80 kg. Härtegrad 3 ist für Personen mit einem Gewicht von 80 kg bis 110 kg geeignet. Wer schwerer ist, sollte auf den Härtegrad 4 zurückgreifen. Diese Matratzen sind fest als Unterlage. Härtegrad 5 ist für alle Personen geeignet, die zwischen 110 kg und 140 kg wiegen. Dieser Härtegrad steht für die härteste Matratze.

Da sich viele Härtegrade nur nach dem Körpergewicht richten, sollte die Matratze einen Härtegrad höher wählen, wenn das Liegegefühl härter sein soll.

Schlaftyp

65 % aller Personen schlafen auf der Seite. 19 % sind Rückenschläfer und 8 % sind Bauchschläfer bzw. kombinierte Schlaftypen. Jeder Schlaftyp verlangt nach einer anderen Matratze, um die Wirbelsäule gesund zu lagern.

Seitenschläfer:

Seitenschläfer sollten auf Kaltschaummatratzen mit sieben Liegezonen oder Visco Matratzen zurückgreifen. Diese Matratzen verfügen über eine ausreichende Stütze der Wirbelsäule und beugen einer seitlichen Wirbelsäulenverkrümmung, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und Schulterschmerzen vor. Ideal ist eine Höhe von mindestens 18 cm, um der Schulter eine optimale Einsinktiefe zu bieten.

Rückenschläfer:

Rückenschläfer bewegen sich nicht oft im Schlaf. Häufig bleiben sie die ganze Nacht in ein- und derselben Position liegen. Daher sollte sich die Matratze optimal an den Körper anpassen und gleichzeitig Halt bieten.

Eine Visco Matratze sorgt durch ihre Punktelastizität für eine hervorragende Druckentlastung und ein angenehmes Liegegefühl. Außerdem wird für eine sehr gute Durchblutung gesorgt.

Bauchschläfer:

Bauchschläfer leiden häufig unter Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen und einer schlechten Durchblutung. Damit ist die Bauchposition die ungesündeste Schlafhaltung, die es gibt.

Um die Beschwerden gering zu halten, sollten Bauchschläfer auf Taschenfederkernmatratzen zurückgreifen. Die hohe Punktelastizität sorgt für eine optimale Haltung der Wirbelsäule.

Stauchhärte

Die Stauchhärte zeigt die Festigkeit von Schaumstoffen aus, d. h. sie drückt aus, wie hart oder weich der Schaumstoff der Matratze ist. Anders gesagt beschreibt die Stauchhärte die Fähigkeit von Matratzen, nach der Druckbelastung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Eine niedrige Stauchhärte bedeutet daher, dass die Matratze nur schwer wieder in den Urzustand zurückkehrt. Es besteht das Risiko der Kuhlenbildung.

Je nach Härte oder Weiche wird der Liegekomfort erheblich beeinflusst. Bei Kaltschaummatratzen bedeutet eine niedrige Stauchhärte einen weichen Kaltschaum.

Ideal ist eine Stauchhärte von 40kPa. Bei dieser Stauchhärte hält die Matratze auch größeren Belastungen stand.

Matratzen mit einem höheren Raumgewicht besitzen häufig auch eine höhere Stauchhärte. Daher ist es wichtig, beim Kauf von Latex-, Visco- und Kaltschaummatratzen auf ein hohes Raumgewicht zu achten. Ein hohes Raumgewicht bedeutet auch eine gute Stauchhärte.

Raumgewicht

Das Raumgewicht steht für das Gewicht des Schaumstoffes pro Kubikmeter und berechnet sich aus dem Gewicht der Matratze geteilt durch die Maße der Matratze. Grundsätzlich gilt: Je höher das Raumgewicht ist, desto langlebiger, formbeständiger, fester und stabiler ist die Matratze.

Als idealer Wert gilt 40 kg/m³. Der Standardwert liegt zwischen 30 kg/m³ und 40 kg/m³.  Matratzen mit Werten zwischen 40 kg/m³ und 50 kg/m³ stehen für eine hohe Langlebigkeit und Komfort. Matratzen mit einem Raumgewicht über 50 kg/m³ gelten als absolute Komfortmatratzen.

Bei einem Matratzenkauf sollte das Raumgewicht auf jeden Fall über 40 kg/m³ liegen, um ein gutes Maß an Komfort und Langlebigkeit zu erhalten.

Was muss eine gute Matratze kosten?

Was muss eine gute Matratze kosten? Die Frage ist nicht, was sie kosten sollte. Die Frage ist, ob die Matratze ihrem Preis entsprechende Eigenschaften besitzt.

Eine teure Matratze bedeutet nicht automatisch, dass sie auch gut ist. Ein gutes Beispiel dafür ist die Anti-Kartell-Matratze, die mit 199 Euro weit unter den für Matratzen üblichen Preisen liegt. Für nur 199 Euro erhalten die Käufer eine Kaltschaummatratze mit einer Höhe von 18 cm, dem Härtegrad H3 und sieben Liegezonen.

Es ist also nicht entscheidend, was die Matratze kostet. Es gibt auch billigere Varianten, die sehr gute Liegeeigenschaften und Gesundheitsverträglichkeit besitzen.

Prinzipiell kosten Matratzen zwischen 300 Euro und 2.000 Euro.

Wer sich eine Matratze kaufen möchte, sollte nicht vorrangig auf den Preis schauen, sondern auf das, was die Matratze bietet und wie sie im Matratzen Test abgeschnitten hat. Im Zweifelsfall sollte die Matratze vor dem Kauf Probe gelegen werden.

Stiftung Warentest Matratzen Test 2015 & 2016

Stiftung Warentest testet jedes Jahr Produkte auf deren Unbedenklichkeit, Qualität, das Preis-Leistungsverhältnis und die Nachhaltigkeit. Auch Matratzen werden jährlich einem Test durch Stiftung Warentest unterzogen.

In diesem Test werden die Matratzen nach folgenden Kriterien bewertet:

Härte laut Anbieter

Viele Hersteller geben nicht korrekte Härtegrade an und führen Verbraucher damit aufs Glatteis. Stiftung Warentest prüft die angegebenen Härtegrade auf deren Richtigkeit und korrigiert diese nach dem tatsächlichen Grad der Härte.

Preis

Gute Matratzen müssen nicht teuer sein. Stiftung Warentest prüft die Preisangaben und legt den mittleren Preis für eine Matratze mit den Maßen 90 x 200 cm an. Auf diese Weise haben Verbraucher den Vergleich zu den anderen getesteten Matratzen.

Gleichheiten

Stiftung Warentest zeigt bei den Matratzen Tests Matratzen mit ähnlichen Eigenschaften wie die getestete Matratze auf. Verbraucher können dann notfalls auf eine günstigere Matratze mit denselben Eigenschaften zurückgreifen.

Liegeeigenschaften

Gerade bei Matratzen spielen die Liegeeigenschaften eine große Rolle. Beim Test durch Stiftung Warentest werden die Matratzen auf ihren Liegekomfort in der Seiten- und Rückenlage, auf die Kontaktfläche und Druckverteilung, dem Schulterklappeffekt, dem Lageänderungswiderstand und auf ihre Komforteigenschaften getestet. Dabei werden Testpersonen mit unterschiedlichen Körpergewichten, Schlafpositionen und Körperformen eingesetzt.

Schlafklima

Im Bereich Schlafklima prüft Stiftung Warentest, wie gut die Luft bei der Matratze zirkuliert, wie gut die Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung ist und ob Wärme übermäßig isoliert wird oder ob die Matratze kühl halt.

 

Haltbarkeit

 

Stiftung Warentest überprüft die Haltbarkeit einer Matratze über einen Dauerwalzversuch und testet, wie die Matratze unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur reagiert. Über den Dauerwalztest kann das Verhalten der Matratze bei jahrelanger Benutzung simuliert werden.

Bezug

Ein waschbarer Bezug erhöht die hygienischen Eigenschaften einer Matratze und prädestiniert unter Umständen die Matratze für den Einsatz in Allergiker-Haushalten. Stiftung Warentest bewertet den Bezug anhand seiner Waschbarkeit (z. B. Reißverschluss und Waschtemperatur) und auf dessen Verarbeitung.

Gesundheit und Umwelt

Gesundheit und Umwelt spielen immer mehr in den Kauf von Produkten rein. Da sich der Körper unmittelbar auf der Matratze befindet, ist es wichtig, dass die Matratze gesundheitsverträglich ist, die Raumluft nicht unnötig belastet und frei von Schadstoffen ist. Auch die Geruchsbelästigung wird in dem Matratzen Test bewertet.

Handhabung

In die Handhabung spielen das Gewicht und das Vorhandensein von Griffen zum Wenden der Matratze.

Deklaration und Werbung

Einige Hersteller deklarieren ihre Matratzen nur unzureichend oder falsch. Stiftung Warentest prüft die Richtigkeit der Herstellerangaben und bewertet die Werbung.

Ausstattung/Technische Merkmale

Hier bewertet Stiftung Warentest die Art der Reinigung des Bezugs, das Gewicht, die Höhe, den Matratzentyp laut Hersteller und den Bezugsstoff.

Testsieger 2015

Kaltschaummatratzen

 

Matratze Testnote
Swissflex Versa 20 Geltex Inside 2,5
Matratzen Concord MLine Slow Motion II 3,8

 

Taschenfederkernmatratzen

Matratze Testnote
Musterring Orthomatic Perfekt TT 2,3
f.a.n. 4-Sterne Boxspringmatratze 3,4

 

Testsieger 2016

 

Schaumstoffmatratzen

 

Matratze Testnote
Schlaraffia Formula Plus Zwo 2,4
Ikea Myrbacka Memoryschaummatratze 3,2

 

Latexmatratzen

 

Matratze Testnote
Diamona Latex Pur 2,5
Dormiente Natural Classic Mediform 3,5

 

Matratzen Testsieger 2016

Auch im Jahr 2016 gibt es bei den Matratzen wieder Testsieger. Nach unseren ausführlichen Matratzen Test kürten wir folgende Matratzen zum Sieger dieses Jahres:

Casper Matratze

Bei der Casper Matratze führt die Kombination aus Latex-Schaum, Kaltschaum und Memory Foam zu einem hohen Schlafkomfort und einer gesunden Haltung der Wirbelsäule. Schläfer werden durch die verwendeten Materialien hervorragend gestützt, ohne Einbußen am Komfort hinnehmen zu müssen.

Die Casper Matratze eignet sich darüber hinaus für jeden Schlaftyp und für jedes Geschlecht.

Filip Lenz Matratze

Diese Matratze vereint zwei Liegefühle in einer Matratze. Trotz verschiedener Körpergewichte, Schlaftypen und Körpergrößen wurde bei der Filip Lenz Matratze der Körper so gestützt, dass die Wirbelsäule ihre natürliche Form behält. Dabei spielte die Schlafposition keine Rolle. Vor allem die atmungsaktive Versteppung überzeugte vollständig. Ein übermäßiges Schwitzen wird dadurch vermieden.

Muun Matratze

Die Muun Matratze ist die perfekte Matratze für all jene, die es komfortabel und trotzdem praktisch mögen. Bei dieser Matratze hat die Suche nach dem richtigen Härtegrad endlich ein Ende. Durch Matratze mit unterschiedlichen Härtegraden kann zwischen vier Liegegefühlen gewählt werden. Dadurch kann das Liegegefühl im Laufe der Zeit immer wieder neu angepasst werden.

Eve Matratze

Durch ihren Dreischicht-Aufbau passt sich die Eve Matratze jeder Körperform an. Damit eignet sich die Matratze für jeden Schlaftyp.

Neben der Allergikerfreundlichkeit überzeugt die Komfortschaummatratze mit einer guten Temperaturregulierung und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Eve Matratze besitzt keine Härtegrade oder Liegezonen. Das ist bei der Matratze nicht notwendig. Durch die hohe Punktelastizität ist die Eve Matratze die perfekte Stütze.